Tabuthema? Nein Danke! Wir klären darüber auf, was eine Menstruationstasse ist, wie sie verwendet wird und ob sie eine gute Alternative zu Tampons ist.

Die Menstruationstasse ist ein kleiner Becher, der aus weichem Silikon gefertigt ist und der in die Vagina eingeführt das Menstruationsblut auffängt und damit Binde und Tampon ersetzt. Die Flüssigkeit wird nicht aufgesogen – damit die Vagina auch nicht ausgetrocknet – und das Blut sammelt sich in der Tasse und kann einfach entfernt werden. Bisher polarisiert die Tasse, allerdings lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen, was die Tasse kann und was sie von Binde und Tampon vielleicht auch positiv unterscheidet.

Ist die Nutzung hygienisch?

Die Menstruationstasse ist aus einem klinisch reinen und für die Medizintechnik entwickelten Silikon gefertigt. Es kann an der Menstruationstasse nichts anhaften und auch Erreger und Bakterien haben hier keine Chance, sich anzusiedeln. Gehst Du sorgfältig mit der Menstruationstasse um, musst Du keine Angst vor Keimen und Bakterien haben. Da das Material für medizinische Zwecke entwickelt ist, kannst Du es nach Bedarf auch abkochen oder sterilisieren, ohne dass Deine Menstruationstasse darunter leidet oder sogar kaputtgeht. Aus hygienischer Perspektive ist die Tasse also empfehlenswert. Dabei hast Du bei der Verwendung der Menstruationstasse aber nicht das Problem, wie beispielsweise bei der Nutzung von Tampons, mit unerwünschten Chemikalien in Kontakt zu geraten.

Die Nutzung der Menstruationstasse

Teste die Tasse unbedingt erstmalig, wenn Du nicht Deine Tage hast. Das erspart Dir Stress und Hektik. Vor der Nutzung wäschst Du die Tasse mit warmem Wasser und einer für den Intimbereich geeigneten Waschlotion.

Du faltest die Tasse zunächst und achtes darauf, dass der Stiel der Tasse nach unten weist, denn der ist später für das Entfernen der Tasse sehr wichtig. Am besten faltest Du die Menstruationstasse zu einem Dreieck. Auch wenn Du bei den ersten Anwendungen etwas Druck auf die Tasse ausüben musst, wird sie davon nicht kaputtgehen. Für das Einführen nimmt Du – wie auch für das Einführen eines Tampons – eine entspannte Haltung sitzend, stehend oder hockend ein. Mit der freien Hand trennst Du die Schamlippen und führst die Tasse waagerecht in die Vagina ein. Führe die Menstruationstasse so weit ein, dass der Rückholstiel nicht mehr aus der Vagina ragt. Tiefer solltest Du sie nicht einführen, sonst wird das spätere Entfernen umso mühevoller. Hat sich die Tasse nach dem Einführen nicht voll aus der Faltung entfaltet, kannst Du mit dem Finger die Scheidenwand etwas seitlich wegdrücken, damit die Menstruationstasse mehr Platz zum Aufploppen hat. Hat Du Probleme mit dem Einführen, kannst Du etwas Gleitgel zur Hilfe nehmen. Die Tasse darf zu keinem Zeitpunkt stören oder Schmerzen verursachen.

Das Herausnehmen erfolgt auch wieder dahingehend, dass Du eine für Dich bequeme Position einnimmst. Nun greifst Du mit dem Daumen und Zeigefinger den Rückholstiel und ziehst langsam daran, bis Du den Boden der Tasse sicher halten kannst. Hat sich ein Unterdruck in der Vagina entwickelt, kannst Du sanft gegen die Wand des Bechers drücken, um diesen zu lösen. Den Inhalt der Tasse leerst Du nun in die Toilette und dann wäschst Du die Tasse wieder erst mit warmem Wasser und einer Intimwaschlotion, bevor Du sie wieder einführst.

Mit etwas Übung ist die Menstruationstasse eine tolle Alternative zu Binde und Tampon, sie ist hygienisch und die Nutzung erfolgt deutlich geruchsfreier als die von Tampons – und Du musst die Umwelt nicht mit Binden und Tampons belasten.

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