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Kater? Woher kommt er und was hilft dagegen?

Kater? Woher kommt er, was hilft dagegen und was sind Mythen?

Du hast einen schrecklichen Kater vom gestrigen Abend? Wir verraten Dir alles über den Kater, welche SOS Tricks wirklich helfen und decken Mythen auf.

Was ist eigentlich ein Kater?

Als Kater wird umgangssprachlich das Unwohlsein und die Übelkeit bezeichnet, die sich bei Menschen am nachfolgenden Tag des übermäßigen Alkoholkonsums zeigt. Mediziner sprechen hier von der Alkoholintoxikation oder auch Veisalgia und aus dem Begriff „Intoxikation“ ergibt sich, dass es sich hierbei um eine leichte Vergiftungserscheinung handelt. Ob und wann ein Kater nach Alkoholgenuss auftritt, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Die Beeinträchtigung kann allerdings von einem bis zu drei Tagen reichen und damit die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Katarrh ab, der den Symptomen nach dem Alkoholgenuss sehr ähnlich ist.

Was macht Alkohol mit Deinem Körper?

Der Grund, warum es Dir am Tag nach dem Alkoholgenuss nicht gut geht, liegt an den chemischen Prozessen, die Alkohol in Deinem Körper auslöst. Der Grund für die Kopfschmerzen ist unter anderem darin begründet, dass Dein Körper durch Alkoholkonsum stark dehydriert wird. Daraus wiederum resultiert die von Medizinern als Dysäquilibrium beschriebene Folge. Das heißt, dass Deinem Blut mit dem Flüssigkeitsverlust viele wichtige Stoffe sehr schnell entzogen werden. Dazu werden im Organismus die körpereigenen Eiweiße denaturiert und stimuliert, was bedingt durch Acetyldehyd, einem Zwischenprodukt beim Ethanolabbau, geschieht.

So baut Dein Körper Alkohol ab

Die Leber ist das wichtigste Organ für den Alkoholabbau, denn hier finden 95 bis 98 Prozent des Abbaus statt. Dazu tragen zu einem kleinen Teil auch die Lungen, die Haut sowie die Nieren zum Alkoholabbau bei. Beim Alkohol handelt es sich um ein Zellgift, das über unterschiedliche organische Enzymsysteme wieder abgebaut wird. Dabei spielt die Alkohol-Dehydrogenase, kurz: ADH, eine wesentliche Rolle als Enzymsystem. Innerhalb des Abbauprozesses wird das für den Organismus giftige Acetaldehyd gebildet, dass für die Beschwerden nach starkem Alkoholkonsum verantwortlich ist. Das Acetaldehyd wird nachfolgend in die Essigsäure, auch als Azelat bezeichnet, umgewandelt. Dann wird es von der Leber an die Körperflüssigkeiten weitergegeben und letztlich in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Der letzte Schritt des Alkoholabbaus findet dann mittels Ausscheidung über die Nieren, den Schweiß sowie auch den Atem statt.

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So beugst Du dem Kater vor

Es gibt einige Möglichkeiten, den Kater am Folgetag zu vermeiden oder zu lindern. Zum einen solltest Du Dich bei einer Party an eine Art alkoholisches Getränk halten. Je mehr Sorten zu mischst, umso höher ist die Gefahr, dass der Kater folgt. Vermeide zudem die sogenannten Fuselalkohole. Das sind Methanol oder Isobutanol, die auch als Begleitalkohole bezeichnet werden. Gerade in Whisky, dunklen Rumsorten sowie auch in Wein und Cognac sind diese Alkohole stark vertreten. Wodka dagegen enthält sehr wenige dieser Fuselalkohole. Viel Wasser zu trinken, beugt dem Kater auch vor. Im günstigsten Falle heißt das, im Wechsel ein Glas Alkohol und ein Glas Wasser zu trinken, denn so wird die Dehydrierung des Körpers vermieden. Auf Rauchen in Kombination mit Alkohol zu verzichten, reduziert das Katerrisiko noch einmal. Dazu solltest Du auch die Kombination von Zucker und Alkohol meiden. Der Zucker hemmt nämlich den Abbau des Acetaldehyds, dass die Katersymptome stark beeinflusst.

SOS – Soforthilfe gegen Kater

Flüssigkeit

Neben der Empfehlung, zwischendurch beim Alkoholkonsum möglichst viel Wasser zu trinken, solltest Du zur Vorbeugung von Beschwerden am Folgetag auch vor dem Schlafengehen noch einmal mindestens einen halben Liter Wasser zu Dir nehmen. Damit wird der Wasservorrat im Körper noch einmal aufgefüllt.

Bewegung und Sauerstoff

Bevor Du am Tag nach der Feier endgültig zu Bett gehst, solltest Du noch das Fenster im Schlafzimmer öffnen. Der Sauerstoff, der so in das Zimmer dringt, hilft Deinem Körper bei seiner Regeneration vom Alkoholkonsum. Mit der frischen Luft, die über Nacht permanent zugeführt wird, reduzierst Du das Risiko mit Kopfschmerzen und Übelkeit aufzuwachen erheblich. Wenn Du es am folgenden Morgen schaffst, hilft auch Bewegung.

Kalt duschen

Auch wenn die weichen Knie am Folgetag nach dem Alkoholkonsum etwas anderes vorgeben und die warme Badewanne, in der Du bequem liegen kannst, reizvoller als die kalte Dusche erscheint, solltest Du Dich trotzdem für die Dusche entscheiden. Eine kalte Dusche – vielleicht auch noch kombiniert mit einem Duschgel mit Lavendel-, Limonen- oder Rosmarinduft – ist viel erfrischender. Du kannst gegen den Kälteschock zunächst lauwarmes Wasser laufen lassen und das stückweise immer kälter einstellen. Am besten wirkt die kalte Dusche, wenn Du den Wasserstrahl langsam von den Füßen nach oben über den Körper führst. Das regt den Kreislauf an!

Mineralien und Vitamine

Dein Körper hat beim Alkoholkonsum viele wichtige Mineralien verloren. Wenn Du am Abend nach der Feier in das Wasser, das Du noch trinken solltest, eine Kalzium- und eine Magnesium-Tablette auflöst, tust Du Deinem Organismus schon einen Gefallen. Eine Vitamintablette und ein leichtes Frühstück am Morgen mit viel Obst und frischen Zutaten bauen Deine körpereigenen Speicher wieder auf.

Essen

Da der Körper viel Salz mit dem Alkoholkonsum verliert, ist es sinnvoll, am folgenden Morgen ausgiebig zu frühstücken. Dabei sollten viele Vitamine und Mineralstoffe auf den Frühstückstisch gelangen. So lässt sich die Dehydrierung und der Elektrolyt-Mangel wieder reduzieren. Es kann – muss aber nicht – der gute alte Rollmops sein, der den Salzhaushalt auffüllt. Auch Gemüsebrühe oder saure Gurken tun eine gute Wirkung. Perfekt ist ein Vollkornbrot, das mit Tomaten und Radieschen belegt sowie Salz und Pfeffer gewürzt ist. Auch ein Rührei mit Speck hilft Dir sprichwörtlich wieder auf die Beine. In den Salztopf darfst Du am Folgetag ein wenig tiefer greifen, um den Salzgehalt des Körpers wieder auszugleichen. Zucker dagegen verschlimmert die Symptome vom Kater. Deshalb solltest Du beim Frühstück auf Marmeladen, Nuss-Nougat-Aufstrich und auch süße Getränke verzichten.

Mythen um den Kater

Einfach weiter trinken

Das Unwohlsein hat seinen Höhepunkt, wenn der Alkohol im Körper über Nacht nahezu abgebaut ist. Trinkst Du nun wieder Alkohol, verzögerst Du den Kater, verhinderst ihn aber nicht.

Schmerzmittel gegen Kater

Auf Schmerzmittel gegen den Kater, besonders mit dem Wirkstoff Paracetamol, solltest Du verzichten. Die Leber hat bereits genug mit dem Abbau des Alkohols zu tun und wird durch diese Mittel noch zusätzlich belastet.

Bier auf Wein, das lass sein

Das ist auch ein Mythos, denn was Du zuerst trinkst, ist letztlich für den Kater nicht entscheidend. Fakt ist, dass es eher zu Kopfschmerzen und Übelkeit führt, wenn Du verschiedene Alkoholsorten mischst. Welche zuerst getrunken wird, spielt dabei keine Rolle.

Kaffee baut den Alkoholspiegel schneller ab

Auch das ist ein Mythos. Du wirst Dich vielleicht nach einem starken Kaffee etwas fitter fühlen, den Kater bekämpft der Kaffee aber nicht und auch der Alkoholspiegel reduziert sich damit nicht schneller.

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Bildquelle:

  • Kater? Woher kommt er, was hilft dagegen und was sind Mythen?: #135368900 - © Africa Studio - Fotolia.com
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